Geschichte der SG Althegnenberg

Die Schützengesellschaft Althegnenberg 1857 e.V. (SGA) blickt auf eine lange Tradition zurück. Seit ihrer Gründung im Jahre 1857 hat sich viel verändert, sowohl in der Gesellschaft, als auch in der SGA. So gestaltete der Verein bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts maßgeblich das dörfliche Leben mit und schuf neben der Ausübung des Schießsportes auch eine Basis für bürgerliche Geselligkeit.

Während der Kriegswirren musste dann das Vereinsleben ruhen und auch in der ersten Zeit danach verspürten die Bürger verständlicherweise wenig Verlangen nach Waffen und dem Umgang mit ihnen.

Erst 1951 erwachte der Verein zu neuem Leben, als auch der ursprüngliche Grundgedanke des Schießtrainings zur Verbesserung der Fertigkeiten für Jagd und Militärdienst durch ein neues, rein sportlich ausgerichtetes Interesse abgelöst wurde. Seitdem versteht sich die Sportwaffe als reines "Sportgerät" und der Umgang mit ihr wurde zum Selbstzweck des sportlichen Wettkampfes. Jedoch ist bis heute die enge Verknüpfung der sportlichen Aktivitäten mit geselligem Beisammensein geblieben.
Wie alle Vereine hat auch die SGA zunehmend mit der Vielfalt der regional angebotenen Freizeitaktivitäten zu kämpfen und muss sich der Herausforderung stellen, ihre Attraktivität durch Modernisierung ihrer Sportstätten und die Erweiterung ihres Angebotes zu erhöhen.

Vereinsfahne-Vorderseite Fahnenbänder

Eine Kurzfassung der Vereinschronik kann der interessierte Besucher weiter unten auf dieser Seite finden. Weitere Details (auch mit entsprechenden Fotos) sind enthalten in der 

Alle Schützenkönige der SGA

Schützenmeister / Ehrenmitglieder

Vereinschronik bis 2007 (erstellt zum 150 jährigen Vereinsjubiläum)

Vereinsleben bis 2007 (erstellt zum 150 jährigen Vereinsjubiläum)

Kurz-Chronik

1857 Die Urkunde zur Begründung der „Schützengesellschaft Althegnenberg“ durch das Königliche Landgericht Bruck unter Nennung von 15 beitrittswilligen Mitgliedern ist datiert auf d en 02.April1757. Es ist anzunehmen, dass der Schießbetrieb schon einige Zeit früher aufgenommen worden war, bevor der Antrag zur Gründung gestellt wurde

1862 Erste erhaltene Schützenscheibe

1874 Weitere erhaltene Schützenscheibe

1895 Erweiterung zur „Zimmerstutzen-Gesellschaft“  durch das Königliche Bezirksamt Bruck. Seit dieser Zeit war der Schießsport nicht mehr nur dem gehobenen Bürgertum und dem Adel vorbehalten, sondern nun konnten auch „normale“ Bürger wie Lehrer, Handwerker usw. an dem Volkssport teilhaben.

1.Weltkrieg Während dieser Zeit ruhte der Schießbetrieb.

1919 Am 8.November 1919 wurde unter Schützenmeister Mathias Steinhart der Schießbetrieb wieder aufgenommen.

1920 Am 1.November 1920 wurde eine neue Satzung erlassen und die SGA erlebte einen neuen Aufschwung

1936 – 1951 Während dieser schwierigen Zeit führte Schützenmeister Franz-Xaver Glück den Verein. Obwohl das Interesse am Schießen während das 2. Weltkriegs zunehmend erlosch und die Vereinsmitgliedschaften nur noch formal bestanden, war es ihm zu verdanken, dass das ganze Vereinsvermögen einschl. der Gewehre dem Verein über die Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit erhalten blieb.

1951 Nach Gründung des Bayerischen Sportschützenbundes 1950 formierte sich die SGA am 1.Dezember 1951 neu und konnte, dank der vorhandenen alten Gewehre, sofort wieder den Schießbetrieb im Vereinslokal Bergmüller aufnehmen

1956 Erste Fahnenweihe, zu der sich 25 Vereine aus der Umgebung zum Festzug in Althegnenberg trafen.

1963 -1964 Aufgrund der steigenden Mitgliederzahlen wurde es im Vereinslokal zunehmend zu eng und nach eingehender Planung wurde die ehemalige Kegelbahn des „Bergmüller-Anwesens“ in Eigenleistung zum neuen Schützenheim ausgebaut, das dann am 06.Januar1964 eingeweiht wurde.

1974 Georg Wörle wurde zum 1. Schützenmeister gewählt und lenkte die Geschicke des Vereins über zwei Jahrzehnte.

1975 Auf Antrag der Vorstandschaft erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister Fürstenfeldbruck. Zur Aufbesserung der Vereinsfinanzen wurde mit der vierteljährlichen Altpapiersammlung begonnen, die bis heute regelmäßig durchgeführt wird.

1981 Eine solide Grundlage für das sportliche und gesellschaftliche Weiterbestehen der Schützengesellschaft wurde mit der Erstellung des neuen Schützenheimes im Freizeit- und Sportzentrum geschaffen.
Am 3. Oktober 1981 war dank des hervorragenden Einsatzes der Gemeinde mit Bürgermeister Hilscher an der Spitze,  aber auch durch sehr viele freiwillige Arbeitsstunden der Mitglieder die neue Schießstätte bezugsfertig. Im ersten Schritt konnten 9 Luftgewehr-Schießstände in Betrieb genommen werden

1982 Die 1. Mannschaft der SGA qualifizierte sich für die Gau-Oberliga. Mit diesem Erfolg begann auch das Interesse der Jugend am Schießsport zu steigen.

1983 Inbetriebnahme von 2 Kleinkaliber-Schießständen.

1991 Hans Hörmann jun. wurde zum 1. Schützenmeister gewählt und fortan lenkte er die Geschicke der SGA für die nächsten 2 Jahrzehnte. Gleichzeitig mit seiner Wahl fand quasi auch ein Generationswechsel in der Vorstandschaft statt.

1992 Georg Wörle wurde infolge seiner Verdienste für den Verein zum Ehrenschützenmeister ernannt und blieb bis zu seinem Tode 2017 dem Verein treu.
Am 6.Juni desselben Jahres nahm die SGA zum ersten Mal an einem Freundschaftsschießen in Dornstadt-Bollingen teil und begründete damit eine langjährige Vereinsfreundschaft.

1996 Zum 900-jährigen Bestehen der Gemeinde Althegnenberg nahm die SGA am 14. Juli 1996 am historischen Gemeindeumzug teil. Anschließend konnte das Publikum eine historische Adlerscheibe und zahlreichen alte Waffen bestaunen

1997 Anlässlich des 140-jährigen Bestehens richtete die SGA vom 16. bis 30.September ein großes VG-Schießen aus unter Beteiligung von ca. 300 Teilnehmern aus 12 Vereinen. Die Veranstaltung gipfelte dann am 18.Oktober in einem feierlichen Festakt

1999 Ausflug der SGA nach Kanada, der neuen und alten Heimat des Mitglieds Johan Stevens.

2002 Nachdem die zunehmend schlechter werdende Beteiligung des weiblichen Geschlechtes am Schießbetrieb festgestellt werden musste, entschloss sich die Vorstandschaft, regelmäßig sogenannte „Damenschießen“ zu veranstalten, bei denen die Damen der SGA unter sich waren. Diese Veranstaltungen, die bis zum heutigen Tage weitergeführt wurden, waren ein voller Erfolg, denn fortan nahmen die Damen auch wieder vermehrt am allgemeinen Schießbetrieb teil.

2003 Die SGA veranstaltete ein öffentliches Benefizschießen zugunsten der Sanierung des Bergkapellendaches. Als besonderes Schmankerl wurde ein von Armin Burghart gestifteter Silbertaler ausgeschossen. Die Erlöse flossen voll in die Renovierung ein.

2006 SGA-Mitglied Christine Fischer erreichte erstmals den Titel der „Bayerischen Meisterin“ in ihrer Altersklasse.
In diesem Jahr begannen auch bereits die Vorbereitungen zur 150-Jahrfeier 2007. Hunderte von freiwilligen Arbeitsstunden wurden erbracht durch den Festausschuss und die Vereinsmitglieder.

2007 In diesem Jahr feierte die SGA ihr 150-jähriges Bestehen und baute ein großes Festzelt auf. Die Festlichkeiten erstreckten sich über mehrere Tage und beinhalteten neben dem großen Festakt mit Umzug auch Veranstaltungen für alle Altersgruppen, wie Kabarett und Rockparty für die Jugend.

2008 Unter dem Motto „Lerne Schießen, treffe Freunde“ startete die SGA eine neue Offensive in der Jugendarbeit. Ziel war es, das Interesse der Jugend am Schießsport zu wecken und damit den Nachwuchs zu fördern.
Christine Fischer holt sich zum ersten Mal den Titel der „Deutschen Meisterin“ in ihrer Altersklasse.

2009 Beim 152. Geburtstagsschießen gedachte man alter Traditionen und schoss dieses Mal den Wanderpokal nicht mit dem Luftgewehr, sondern mit einem Zimmerstutzen aus dem Jahre 1950 aus.

2013 Auch zum 156. „Vereinsgeburtstag“ kam wieder einmal der historische Zimmerstutzen zum Einsatz.

2014 Hans Hörmann jun. trat nach über 20-jähriger, aufopferungsvoller Tätigkeit als 1.Schützenmeister zurück. Der bisherige 2.Vorstand Rudi Friesenegger wurde zum neuen 1.Schützenmeister gewählt und leitet bis heute die Geschicke des Vereins.

2014 Gemeinsam mit dem Sportverein und der FFW organisierte die SGA ein Floßfahrt auf der Isar, an der ca. 60 Mitglieder und Gäste der Vereine teilnahmen

2016 Die SGA schafft ein Lichtpunktgewehr nebst zugehöriger Scheibenelektronik an, damit auch schon die Kleinen mit ihren Eltern am Schießsport teilnehmen können, die für das Luftgewehr noch zu jung sind.

2017 Nach intensiver Planung eröffnet die SGA eine neue Abteilung „Bogenschießen“. Zur Aufbewahrung der Ausrüstung und als Zentrum des Bogenschießbetriebes im Freien baute die SGA in Eigenleistung eine „Bogenhütte“ am Sportplatz. In den Sommermonaten findet der Trainingsbetrieb im Freien statt und im Winter in der Mehrzweckhalle.

2017 Die SGA rüstet um auf elektronische Schießstände und springt damit auf den Zug der Zeit auf.

2017 Anlässlich des 160-jährigen Bestehens veranstaltet die SGA ein öffentliches „Bürgerschießen“, an dem auch Interessenten teilnahmen, die vorher noch keine Berührung mit dem Schießsport hatten. Jeder, der irgendeinen Bezug zu Althegnenberg hatte, konnte eine Mannschaft melden. Ermittelt wurden die Sieger in Einzel- und Mannschaftswertung, sowie der Titel des „Dorfmeisters“.
Zuletzt gipfelte die Veranstaltung in einem großen Abschlussfest mit Siegerehrung und Tanzparty mit Livemusik.

2017 In der Vorweihnachtszeit organisiert die SGA einen Gruppenausflug zum Adventssingen in Salzburg. Neben den Vereinsmitgliedern nahmen auch etliche Bürger aus den umliegenden Gemeinden an diesem kulturellen Ereignis teil.

2018 Die SGA nahm mit einer Abordnung am Gründungsfest der Böllerabteilung des befreundeten Vereins „Burgfrieden Tegernbach“ teil.

2018 Am 08.06.2018 empfing eine Abordnung der SGA die Sportplakette des Bundespräsidenten aus den Händen des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann im Rahmen eines Festaktes im Cuvilliés-Theater der Münchner Residenz

2018 Die SGA lässt zwei Bogentrainer und einen weiteren Trainer für Luftgewehr aus den eigenen Reihen ausbilden

2019 Die SGA beteiligt sich an der Verabschiedung des alten Pfarrers und der Einführung des neuen Pfarrers

2019 Die SGA modernisiert nun auch ihre KK-Stände und rüstet sie auf elektronische Zieleinrichtungen um.

2020 Nach endgültiger Abnahme der KK-Umrüstung konnten endlich die neuen Schießstände und die Bogenhütte in einem festlichen Akt unter Mitwirkung des neuen Pfarrers eingeweiht werden.

2021 Nach längerer Vorbereitungszeit wurde nun endlich die neue Webseite in Betrieb genommen.

2020-2021 Zu unser aller Bedauern musste die SGA infolge der Corona-Pandemie ab März 2020 sämtliche Aktivitäten einstellen. Jedoch sind wir sehr zuversichtlich, dass wir unseren Betrieb im Laufe des Jahres 2021 wieder aufnehmen können.

Verleihung der Sportplakette

Am 08.06.2018 fand sich eine Abordnung der SG Althegnenberg im Cuvilliés-Theater in der Münchner Residenz ein, um aus den Händen des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann die Sportplakette des Bundespräsidenten zu empfangen. In festlichem Rahmen mit zahlreichen künstlerischen Darbietungen wurden Vereine geehrt, die sich in über 100-jähriger Tradition der Erhaltung und Förderung sowohl der sportlichen Aktivitäten, als auch der gesellschaftlichen Werte verschrieben haben.

Nach dem Festakt hatten die Gesandten der SGA, Rudi Friesenegger (1.Vorstand), Peter Friedl (2.Vorstand), Ludwig Gabriel (Sportleiter) und Andi Sperl (Jugendsportleiter) noch Gelegenheit, bei einem Empfang mit Speis und Trank ihre Erfahrungen mit Vertretern anderer, ebenfalls geehrter Vereine auszutauschen.

Angesichts ihres 160-jährigen Bestehens ist die SGA sehr stolz auf diese Auszeichnung und Würdigung ihrer Arbeit.

Design & Umsetzung: Tarek Samaan, Thomas Schmidt (2020,2021)